Die weibliche sexuelle Erregung und der Orgasmus sind ein ausgesprochen komplexer Prozess,
der die gesamte Frau einbezieht, Körper und Geist. Einfache Schemata, die garantiert zum
"Erfolg" führen gibt es nicht - ein Umstand der es vor allem Männern nicht immer leicht macht
eine Vorstellung erfüllter weiblicher Sexualität zu bekommen. Dabei sind es nicht nur die
Männer, die sich zu wenig oder falsche Vorstellungen über die weibliche Erregung machen,
auch viele Frauen scheuen sich, die sexuellen Wirkungsweisen ihres Körpers besser
kennenzulernen.
Grundlagen
Das Gehirn empfängt sexuelle Stimulation vom Körper, verarbeitet sie, und veranlasst eine
Reaktion, basierend auf Erlerntem und Erfahrung. Das Gehirn kann durch Gedanken erregt sein
(sexuelle Phantasien), visuelle Stimulation (den Partner nackt sehen), audibler Stimulation
(die Stimme des Partners hören), olfaktorische Stimulation (der Geruch des Partners
wahrnehmen), und Geschmack (der Geschmack des Partnerkörpers). Der Körper kann die
Erregung aufgrund der Berührung - durch die Frau oder ihren Partner - von Genitalien oder
Brust in Gang setzen, durch das Gefühl von Luft, die über die Haut streicht, oder Kleidung,
die Brüste oder Genitalien stimuliert. Korper und Geist konnen getrennt sexuell erregt sein,
aber sie können nicht einzeln den Orgasmus erlangen: Der Orgasmus erfordert das
Zusammenspiel von Geist und Körper. Gedanken alleine mögen einen Orgasmus
auslösen können, aber er findet noch immer im Körper statt. Sexuelle Stimulation
und Erregung können von nur einer Quelle stammen, aber der Orgasmus findet in beidem statt.